[Gastbeitrag von Iris / @lenchens.lieblinge] Der Herbst beschenkt uns reichlich mit Walnüssen, Kastanien und Eicheln. Damit lassen sich die wunderbarsten Dinge basteln – mit etwas Zeit und Kreativität sogar ein ganzes (Puppen-)Baumhaus! Diese wundervolle Variante ist ein echter Hingucker und begeistert nicht nur Kinder mit vielen liebevollen Details. Wie das Häuschen und seine BewohnerInnen entstanden sind, verrät euch die liebe Iris in diesem Gastbeitrag.

Auf dem Instagram-Kanal @lenchens.lieblinge stellt Iris regelmäßig tolle Kinderbücher vor, die nicht nur ihre kleine Tochter begeistern: Es gibt inzwischen sehr viel tolle Literatur da draußen, die Kindern Mut macht, sie selbst zu sein – fernab von Geschlechterklischees & Rollendenken – und ihre ganz eigenen Träume zu verfolgen.
Ich mag aber nicht nur die Buchempfehlungen selbst, sondern auch, wie schön Iris den Inhalt auf den Punkt bringt – und sogar Lenchen jedes Mal zu Wort kommt.

Vor ein paar Wochen hat Iris nun auch ein ganz anderes Projekt gepostet: Ein Puppen-Baumhaus, selbst gebastelt. Ich bin ganz begeistert von der Idee und den vielen kleinen Details. Daher freue ich mich wirklich sehr über diesen Gastbeitrag, in dem Iris ihr Projekt selbst vorstellt:

Kennt ihr diese Menschen, die immer etwas zu tun haben müssen? Das bin ich.

Hallo, ich bin Iris und ich liebe neue Projekte… und da ich vor 3,5 Jahren Mama geworden bin, drehen sich die DIYs meistens um meine Tochter und ihr Kinderzimmer.
Außerdem habe ich eine Schwäche für Holzspielzeug und beim Stöbern entdeckte ich minimalistische Puppenhäuser aus Baumscheiben, also quasi Baumhäuser, und da war es klar: Ich möchte das auch (also natürlich für meine Tochter)!
Nur hatte die ganze Geschichte einen Haken. Diese Häuser sind mir einfach zu teuer und ich dachte mir direkt, „Pfff, das kann ich doch auch selbst machen“, ganz zum Ärger meines Mannes, denn den hab ich natürlich mit hineingezogen. An manchen Stellen sind vier Hände eben doch besser als zwei.

Gesagt getan, haben wir uns die Materialien besorgt, teils gekauft, teils in der Natur gesammelt.

Wir benötigten für unser Baumhaus: Baumscheiben, Stöcke, Moos, Tannenzapfen, Haselnüsse, Kastanien, Eicheln, Bucheckern, Walnussschalen, Band, eine Holzschale, Korken und Filz … hier kann man so richtig erfinderisch sein!

Natürlich brauchten wir auch Dinge, wie:  Akkuschrauber, Hammer, Säge, Schrauben, Nägel, Holzleim und an der einen oder anderen Stelle auch herkömmlichen Klebstoff.

Es hat insgesamt ca. 10-12 Stunden gedauert, alles zusammenzubasteln, wobei das natürlich ganz davon abhängt, wie groß das Baumhaus wird. Unser Baumhaus besteht aus 5 Baumscheiben und ist etwa 50cm hoch und 40cm breit. 

Das Grundgerüst – die Äste und Baumscheiben – sind zusammengeschraubt, so dass das Baumhaus stabil steht. Die meisten Details sind mit Holzleim angeklebt.

Besonders schön finde ich an diesem Baumhaus, dass es individuell, nachhaltig, fantasievoll, zweckentfremdet und mit Liebe gebaut ist. Außerdem kann man sich so wunderbar kreativ ausleben und ich hatte bei diesem Prozess auch das Gefühl, selbst nochmal Kind zu werden. 

Ich habe ein Regal mit Walnussschüsseln und eine Schaukel gebaut. Die Treppen sind einfach nur zuckersüß und natürlich durfte auch eine Strickleiter nicht fehlen.
Auf den kleinen Holzscheiben waren Maserungen zu sehen, also habe ich daraus noch Bären und eine Blume und eine Uhr gezaubert, als Wanddeko für das Baumhaus.

Des Weiteren schmücken unser Baumhaus noch eine Holzwanne, ein kleiner Balkon und eine Sitzecke. Die Betten sind Blätter, die ich aus Filz ausgeschnitten habe.

Aber was bringt so ein Baumhaus ohne Figuren?
Dafür habe ich mir Holzrohlinge bestellt und diese mit durchsichtiger und brauner Holzlasur bemalt und mit Filzumhängen beklebt. Für die kleinsten Figuren habe ich noch Tragetaschen aus Filz gebastelt. Wobei ich diese vielleicht noch erneuern werde, da ich noch nicht so zufrieden bin. Ich denke darüber nach, den Filz dafür zu nähen oder etwas zu häkeln.
Dann noch die Hüte auf den Kopf und mit einem Lackstift Augen aufgemalt. Fertig.

Bei den Figuren lag es mir sehr am Herzen, dass sie Vielfalt wiederspiegeln. So haben sie unterschiedliche Hautfarben und die weiblichen bzw. männlichen Figuren (ist auf den Fotos schwer zu erkennen, wird meiner Tochter vermutlich auch nicht auffallen, aber was soll’s?!) tragen keine klischeetypischen Farben. Ich wollte ihnen auch keine vollständigen Gesichter malen, um der Fantasie keine Grenzen zu setzten und meiner Tochter beim Spielen die Wahl zu lassen, ob die Figuren gerade z.B. traurig oder fröhlich sind.

Dieses Baumhaus ist für uns etwas ganz Besonderes und wir hoffen, dass es unsere Tochter auch so lieben wird, wenn sie es zu Weihnachten geschenkt bekommt.

Ich würde mich im Übrigen total darüber freuen, wenn ihr auch etwas Schönes aus Naturmaterialien bastelt oder vielleicht auch alte Gegenstände zweckentfremdet und somit neu erfindet?! Vielleicht finde ich ja bei euch auch die nächste Inspiration für ein Projekt!
Verlinkt die liebe Nanine und mich gerne unter eure Posts auf Instagram @bewusstgruen und @lenchens.lieblinge.

Liebe Grüße
Iris

Fazit: (Puppen-)Baumhaus bauen

Holz und herbstliche Naturmaterialien sind wunderbare Möglichkeiten, kreativ zu werden! Das Ergebnis ist in jedem Fall ein ganz besonders Geschenk (für andere oder für sich selbst), das von Herzen kommt. Zudem: Nachhaltiger geht es kaum, denn die (meisten) Materialien kommen direkt aus der Natur, ohne Verpackung, Transport oder Entsorgungsproblematik.

Ganz herzlichen Dank, liebe Iris, für deinen tollen Beitrag! 

Und auch ich interessiere mich brennend dafür: Hast du schon mal etwas Ähnliches gebastelt? Hast du noch andere Ideen, was sich aus Kastanien & Co herstellt lässt? Wir freuen uns auf deine Rückmeldungen im Blog, auf facebook oder instagram (@bewusstgruen oder @lenchens.lieblinge).

Copyright für alle Bilder: Iris / @lenchens.lieblinge

Quellen für diesen Beitrag